Kater oder Kätzin - Kleintierpraxis Dr.med.vet. Martin Borgers

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Kater oder Kätzin

Kastration von:
Bei  einer Kastration werden Kater oder Kätzin durch eine operative  Entfernung der Keimdrüsen unfruchtbar gemacht. Bei der Kätzin werden die  Eierstöcke nach Eröffnung der Bauchhöhle entfernt, beim Kater die Hoden  nach der Eröffnung des Hodensacks. Der Eingriff ist aufgrund der  neueren Narkosemittel und Techniken ungefährlich.
Die Kastration der  Kätzin wird im täglichen Sprachgebrauch meist als Sterilisation  bezeichnet. Die Sterilisation ist aber streng genommen nur ein Eingriff,  bei dem die Eileiter unterbunden werden und die Eierstöcke erhalten  bleiben. Eine Sterilisation ist bei der Kätzin nicht empfehlenswert,  weil die Rolligkeit erhalten bleibt und die Gefahr einer  Gebärmutterentzündung besteht.

Wann soll operiert werden?
Der Kater soll bei Frühreife ab dem 5. Lebensmonat, meist jedoch mit ca. 8 Monaten kastriert; eine Kätzin im Alter von ca. 6-8 Monaten, bei Frühreife eher.



Warum soll operiert werden?
Ein  nicht kastrierter Kater wird aufgrund seines stark ausgeprägten  Geschlechtstriebes in der Wohnung meist unsauber, d.h. er spritzt mit  übel riechendem Harn. Wenn er freien Auslauf hat, fällt das Harnspritzen  weniger auf. Dafür ist er aber in ständiger Gefahr, in Folge eines  Katerkampfes schwer verletzt nach Hause zu kommen oder bei ‚blinder  Jagd’ hinter einer Kätzin her überfahren zu werden. Darüber hinaus ist  seine Bindung an den Menschen meist nur sehr schwach ausgeprägt.
Eine  nicht kastrierte Kätzin wird regelmäßig rollig, und allein gehalten  quält sie sich oft sehr, bis die Rolligkeit vorbei ist. Häufig tritt die  Rolligkeit in kurzen Abständen immer wieder auf, weil ein echter  Eisprung bei der Kätzin nur durch den mechanischen Reiz beim Deckakt  ausgelöst wird. Sie magert dann ab , wird unausgeglichen und freudlos.  Manchmal wird sie dann auch unsauber. Nach einigen Jahren kann eine  Gebärmuttervereiterung hinzukommen. Würde man ihr freien Auslauf  gewähren, wäre sie schnell gedeckt und bald wären unerwünschte  Katzenkinder da!



Verändert sich meine Katze nach der Operation?
Oft  wird befürchtet, daß der Katze Lebensfreude und Temperament genommen  werden. Dies ist aber keineswegs der Fall. Die Katzen werden im  Gegenteil ausgeglichener, freundlicher und binden sich stärker an den  Menschen.
Besonders die Kätzin wird durch die Kastration in einen  Zustand gebracht, der völlig dem natürlichen Zustand der Geschlechtsruhe  zwischen zwei Rolligkeiten entspricht.

Zu beachten ist, daß  die Futterverwertung besser wird und das Körpergewicht durch eine  sinnvolle Fütterung unter Kontrolle gehalten wird.



Kann die Kätzin nicht einfacher Pillen oder Spritzen bekommen?
Hormonpräparate  müssen regelmäßig gegeben werden und die Gefahr von Nebenwirkungen, wie  die der Gebärmuttervereiterung, ist bei Dauergabe nicht auszuschließen.  Sie sollten deshalb nur kurzfristig zur Überbrückung bis zu einer  Operation verabreicht werden.



Sollten Katzen vor der Operation geimpft werden?

Eine Impfung gegen Katzenschnupfen/-seuche  sollte auf jeden Fall durchgeführt werden. Damit läßt sich das unnötige  Risiko einer Ansteckung ausschließen. (mehr dazu unter Impfungen)



Ist eine Kastration nach dem Tierschutzgesetz erlaubt?

JA - vom Tierschutzgesetz her ist die Kastration zur Unfruchtbarmachung erlaubt -  § 6 Abs. 1, Ziffer 5: "das Verbot des vollständigen oder teilweisen  Amputierens von Organen etc. gilt nicht, wenn der Eingriff zur  Verhinderung der unkontrollierten Fortpflanzung oder - soweit tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen - zur weiteren Nutzung oder Haltung des Tieres eine Unfruchtbarmachung vorgenommen wird".





letztes Update 30.6.2018
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